Härzlich Willkommen zur  Otto-Mayr-Hütte                                                                      1530 m Allgäuer Alpen
Die Otto-Mayr-Hütte ist eine Alpenvereinshütte der Sektion Augsburg des Deutschen Alpenvereins. Sie befindet sich in den Allgäuer Alpen in der Untergruppe der Tannheimer Berge auf österreichischem Boden.

Basisdaten                                           

Sektion: Sektion Augsburg
Alpenregion: Tannheimer Berge
Höhe: 1530 m ü. A.
Hüttenwirt: Kerstin Grollmus
Hüttenwart: Thomas Dankesreiter
 

Das Pächterehepaar der Otto-Mayr Hütte
"Als Hüttenwirt einen 16-Stunden Tag"
Kerstin und Thomas Grollmus bewirtschaften seit Saisonbeginn die Otto-Mayr-Hütte.

Er hätte das elterliche Elektrogeschäft übernehmen sollen, aber die Pläne des gelernten Elektrikers und Heeresbergführers Thomas Grollmus (35) aus Mittenwald gingen in eine andere Richtung: Sein Traumberuf ist Hüttenwirt. „Ich habe es mir lange überlegt und meine Frau hat mitgezogen. Wenn die Frau nicht mitmacht, kannst Du es vergessen“, sagt der neue Hüttenwirt der Otto-Mayr-Hütte (1528 m) in den Tannheimer Bergen.

Seine Frau Kerstin (34), ausgebildete Erzieherin aus Leipzig, hatte acht Jahre in Mittenwald Gebirgsluft geschnuppert und war einverstanden: „Dass er eine Hütte übernehmen will, war das Erste, was er mir gesagt hat, als wir uns kennen lernten. Alle seine Spezeln haben gemeint: das passt zu ihm“.
Seit Saisonbeginn Ende April führt das Ehepaar die traditionsreiche Hütte im Raintal, gegenüber der Eindrucksvollen Gimpel-Nordwand. Mit dabei ist die 7-jährige Tochter Magdalena.

Die Erfüllung eines Traums
Nach der Entlassung aus der Bundeswehr im Herbst 2005 konnte sich Thomas Grollmus den Traum erfüllen. Er bewarb sich beim Deutschen Alpenverein (DAV) um eine Hütte. Die Sektion Augsburg hatte die im Jahre 1899 in Fertigbauweise erbaute, aber technisch überalterte Hütte in mehreren Bauabschnitten mit einem Kostenaufwand von rund 900 000 Euro komplett lsaniert. Die Sanitäranlagen befanden sich vorher außerhalb der Hütte. Ein moderner Sanitärtrakt wurde angebaut, die Haustechnik erneuert und die Lager wurden renoviert. Im kommenden Herbst sollen noch einige Zimmer neu möbliert werden. Der Anbau passt in das Gesamtbild, der traditionelle Charakter der Hütte als gemütliche Bergsteigerunterkunft blieb erhalten.

Kein Neuland
Mit viel Elan stürzen sich die frisch gebackenen Wirtsleute auf die neue Aufgabe. „Wir haben den Ehrgeiz, die Hütte auf einen guten Stand zu bringen“, sagt Thomas Grollmus. Die „Tannheimer“ sind für ihn kein Neuland: „Mein Vater hat mich früher zum Klettern mitgenommen. Ich kenne die Routen am Gimpel, Rote Flüh und Jochwiesler“, erzählt er. Auch Skitouren habe er in seiner neuen Heimat schon unternommen. Die Einheimischen hätten ihm eine Menge Insider-Tipps gegeben.

Als Heeresbergführer kennt sich Grollmus im Gebirge aus. Er meint, ein Hüttenwirt solle seine Gäste nicht nur kompetent beraten können, sondern auch alle Touren selbst gemacht haben. Und er hofft, dass ihm die Arbeit dafür Zeit lässt, wenn sie sich erst einmal eingelebt haben.

Was dranhängt sieht der Gast meist nicht
„Als Hüttenwirt hast Du einen 16-Stunden- Tag, und zwar an einem Stück. Was alles dranhängt, sieht der Gast meist nicht“, sagt Grollmus. Ohne Hüttenmannschaft geht nichts. Roland aus Leipzig ist fest angestellt, Freunde helfen aus.Der Wirt kocht selbst. Leichte Hausmannskost, Geröstel, Wustsalat, Nudelaufläufe und Leberkäs' stehen auf dem Speiseplan. Die Frau ist für die Antipasti und den Kuchen zuständig: „Ich probiere öfters mal was aus. Und wenn es gelingt, macht es Spaß. Bis jetzt hat sich noch niemand beschwert“, sagt sie.
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Von Ingo Buchelt)